Wir machen Ungenutztes nutzbar
„Wir machen Ungenutztes nutzbar“
Die Inhalte hinter alternativen, kulturpolitischen Aktionen, Ideen, Zielen etc. werden in den Medien (speziell in den lokalen) nicht wirklich – oder wenn, dann nur am Rande und nicht genau – dargestellt. Darum haben einige Personen aus der alternativen Kulturszene versucht, dies im folgenden Gespräch darzustellen. Die Antworten entsprechen den Meinungen der einzelnen Personen.
Interview
Ihr setzt euch für mehr Freiraum ein. Was für Räume meint ihr damit?
Alex: Ich meine damit Räume, die nicht vordefiniert sind. Räume die man nützen kann, in denen man sich ausleben kann, die man selber gestalten und verwalten kann.
Chris: Für mich ist Freiraum ein Ort der frei ist von Konsumzwang und Leistungsdenken. In einem Freiraum werden Homophobie, Rassismus und Sexismus nicht toleriert. Im Gegenteil, es herrscht eine Kultur des Miteinanders und der Toleranz. Meinungsverschiedenheiten werden durch Diskussionen gelöst. Dies sind einige Haupteigenschaften eines Freiraums.
Alex: Für mich ist auch ganz wichtig, dass sich Neues entwickeln kann. Ein Freiraum soll nicht am Anfang für einen konkreten Verwendungszweck bestimmt werden, sondern es soll ein Ort sein, woraus, je nach dem welche Menschen und Diskussionen den Raum füllen und beleben, etwas anderes entstehen kann. Es soll auch ein Vernetzungsort sein, an dem verschiedene Interessen zusammenkommen.
Chris: Gerade auch weil gesellschaftliche Zwänge nicht, oder viel geringer vorhanden sind, besteht in einem Freiraum die Möglichkeit, dass neue Diskussionen, Vernetzungen usw. Entstehen, die sonst keinen Platz hätten.
Und ein solcher Freiraum gibt es zurzeit in Luzern nicht?
Chris: Nä-ä (lacht)
Alex: Meiner Meinung nach gibt es kleinere Projekte und Nischen, in denen immer wieder etwas entsteht und läuft, in denen Menschen sehr engagiert etwas auf die Beine stellen – teilweise auch im öffentlichen Raum. Ein Zentrum aber gibt es nicht. Kein Ort, von dem man weiss, dass man gleichgesinnte und motivierte Menschen antreffen kann, um mit ihnen etwas anzureissen und auf die Beine zu stellen. Das fehlt in Luzern. Wer hier etwas machen will, sei es eine kleine Ausstellung, ein Konzert oder eine Diskussionsrunde, muss zuerst einen geeigneten Ort suchen.
Und am Schluss ist es dann vielleicht bei jemandem im Wohnzimmer, im Garten oder in der Garage. Man muss sich selber organisieren. Dies bewirkt halt auch, dass es immer im kleineren Rahmen bleibt. Dies führt häufig dazu, dass Vieles nur für die diejenigen Menschen zugänglich ist, die sich bereits in einem ähnlichen Umfeld bewegen. Das ist schade und verhindert sehr viel.
Chris: Es wird viel Energie verbraucht, um einen Ort zu finden. Eine Eigenschaft von einem Freiraum muss auch sein, dass er über längere Zeit besteht. Es muss eine Konstanz geben, damit Dinge wachsen können, und die auch Platz bietet für Spontanität.
Alex: Ich merke das bei mir selber: als wir einen Platz wie zum Beispiel das Geissmättli hatten, habe ich Ideen sofort umgesetzt. Wenn ein solcher Ort fehlt, bleiben auch gute Ideen meistens nur gute Ideen.
Aber was sind denn das für Sachen und Ideen und Projekte? Welche Bereiche deckt das ab?
Chris: Das deckt so viel Verschiedenes ab. Konkrete Beispiele wären: spontane Sportveranstaltungen wie Hallenfussball, Gespräche, Infoveranstaltungen, Workshops, kleine Konzerte usw. Es sind Dinge, die beim Zusammensein und nicht beim Konsumieren entstehen.
Alex: Also einerseits kulturelle Sachen wie Veranstaltungen oder Arbeitsplätze wie Werkstätten, Ateliers, Bandräume und andererseits soll es eine Plattform zur Vernetzung sein.
Ihr sprecht ja für verschiedene Menschen (für Gruppierungen oder eine Bewegung oder was auch immer). Könnt ihr vielleicht sagen, was man sich darunter genauer vorstellen muss? Was sind das für Menschen, was ist das für ein Spektrum? Wer kommt zu kurz mit Freiraum in Luzern?
Chris: Schlussendlich hat jeder Mensch das Recht auf einen Ort, an dem er oder sie sich wohl und-frei fühlt und sich ausleben kann und sich frei fühlt. Was fehlt sind Orte, an denen Menschen auch willkommen sind, wenn sie nichts mit Geld anfangen können oder wollen. Kurz: wer kein Geld hat, hat keinen Platz.
Alex: Ich finde es schwierig eine Aufzählung von Menschen zu machen, die dabei sind, weil es auch möglichst offen sein soll. Wir wollen eine Öffentlichkeit schaffen, weg auch vom Privaten. Ich würde nicht sagen, wer dazu gehört und wer nicht. Sondern lieber, dass es für alle Menschen, die sich daran beteiligen, die diesen Freiraum brauchen und dort sein wollen, offen steht. Ich denke aber, dass ein grundlegendes verbindendes Element “Kapitalismuskritik” sein könnte. Verbindend ist wohl für alle eine bewusste oder unbewusste Kritik am Kapitalismus.
Chris (unterbricht): Ich glaube es geht nicht so sehr um die Kritik sondern darum, dass man im Schaffen nicht das Ziel von einem Profit haben muss. Oft bestimmt die Frage, ob man die Miete bezahlen und zudem noch etwas Geld zur Seite legen kann, das Denken. Deshalb wünsche ich mir einen Raum, in welchem man nicht an das Geld denken muss.
Alex: Ich hab es auch mehr so gemeint, dass es aus der eigenen Situation entsteht. Nicht im Sinn von “ich kritisiere den Kapitalismus in diesen und diesen Punkten“ oder fundamental, sondern dass wir alle irgendwie betroffen sind. Dadurch dass wir verdrängt oder unterdrückt werden oder, dass wir das einfach beschissen finden. Und dort finden wir zusammen. Ich möchte dadurch nicht ausschliessen, sondern versuchen, möglichst viel einzuschliessen.
Man hat ja das Gefühl, die meisten Leute sind irgendwo in den Beizen oder in diesen Zentren. Was sind denn das für Leute, die so einen Freiraum wollen, die andere Werte, also nicht den Konsum im Mittelpunkt haben? Sind das viele Leute? Geht das querdurch oder sind das vor allem jüngere Leute?
Alex: Es sind schon eher jüngerer Menschen, aber nicht nur. Es ist auch nicht so, dass es nur Kulturschaffende sind. Grundsätzlich sollen möglichst viele Personen eingebunden werden und dies gelingt auch. Sobald man Leute anspricht…das haben wir auch in der Frigorex gemerkt. Bei den Vorbereitungssitzungen, waren sehr viele Menschen beteiligt, die auch sehr unterschiedliche Hintergründe haben: Leute, die sich schon lange mit dieser Thematik befassen und andere, die neu dazu gekommen sind; Leute, die in Bands spielen oder sich künstlerisch betätigen oder denen Themen wie Stadtentwicklung besonders am Herzen liegen.
Konkret wollt ihr ja ein selbstbestimmtes Kulturzentrum. Könnt ihr sagen, wie das aussehen sollte? Könnt ihr sagen, was das ist: ein selbstbestimmtes Kulturzentrum? Vielleicht in Abgrenzung zu anderen Sachen, von denen man meint sie seien es. Stichwort: Südpol
Alex: Im Bezug auf Südpol – das haben wir ja auch schon oft so gesagt – er ist nicht das, was wir unter einem Freiraum verstehen. Der Betrieb ist relativ strikt definiert. Der Rahmen ist sehr vorgegeben. Selbstbestimmt beinhaltet eben gerade, dass es diesen Rahmen nicht gibt, sondern dass dieser selber in einem Prozess definiert werden kann. Das ist für mich wichtig.
Chris: Die Struktur des Südpols fördert keine neuen Ideen. Das Spontane, das wir suchen, ist so nicht möglich.
Alex: Und was beim Südpol auch noch hinzu kommt, ist, dass es mehr von oben nach unten, statt von unten nach oben geht. Das Selbstbestimmte kommt aber von unten. Dies finde ich bei einem selbstbestimmten Freiraum auch extrem wichtig. Es sind diese Leute, die das Ganze schaffen, die dann auch das Haus schaffen
Es geht darum, dass es eine Bewegung ist, aus welcher genau dieser Freiraum und das Kulturzentrum dann auch entstehen sollte.
Frage zum Standort. Zentral?
Chris: Finde ich sehr wichtig. Ein zentraler Standort ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich möglichst viele verschiedene Menschen an diesem Projekt beteiligen. Seien das jetzt Leute mit Migrationshintergrund, seien das randständige Menschen, die vielleicht nicht einmal das Geld haben, um jeden Tag irgendwo an die Peripherie zu fahren. Allein dies finde ich Grund genug, dass irgendwo im Zentrum ein solcher Raum besteht.
Alex: Einen Ort im Zentrum finde ich sehr wichtig und ich fände es super, wenn dies möglich wäre. Das Frigorex wäre wirklich optimal gewesen. Es hatte genügend Platz, gute Räume und eine super Lage. Es wurde auch bereits in einem ähnlichen Rahmen gebraucht: für Werkstätten, für die Kunsthalle.
Nach mehreren bis jetzt nie sehr glücklichen Versuchen und Engagements, ein solches Zentrum in der Stadt zu schaffen, die immer scheiterten … oder sagen wir nach kurzer Zeit wieder aufgelöst wurden, stellt sich für mich hier irgendeinmal die Frage, wie lange wir wirklich auf einer zentralen Lage beharren wollen. Ich wäre sehr gerne im Zentrum. Aber ich finde es doch auch wichtig, dass endlich etwas entstehen kann und man vorwärts kommt. Ich habe das Gefühl, dass wenn es ein Haus gibt, welches man länger nutzen könnte, etwas entsteht, das eine Eigendynamik annehmen kann. Dies ist viel wertvoller, als ewig im Zentrum zu kämpfen.
Und so gar nie etwas zu bekommen, weil es dort nichts mehr gibt…?
Alex: Nicht weil es nichts mehr gibt, sondern weil der Verdrängungsprozess bereits so krass fortgeschritten ist, so dass es schwierig und anstrengend ist, sich dort irgendwie frei zu boxen.
Das Frigorex war nach eurer Meinung die einzige Liegenschaft/das einzige Gebäude, das sich hervorragend geeignet hätte. Sagen wir im städtischen Zentrum. Oder gibt es noch andere?
Alex: Nein ich denke nicht, dass es das einzige war. Es werden auch immer wieder Sachen frei. Es gibt also immer mal wieder Möglichkeiten, an denen man dran bleiben und sich dafür einsetzen muss.
Was sind denn eure Ansprüche an den Raum bzw. Liegenschaft? Was muss die haben?
Chris: An das Gebäude haben wir nur sehr wenig Ansprüche. Hauptsache es gibt irgendetwas. Wir haben schon verschiedene Gebäude für kurze Zeit belebt…
Das Geissmättli?
Chris: Das Geissmättli zum einen und dann später der Adlerhorst an der Haldenstrasse. Das sind ganz verschiedene Gebäude, die aber immer in diesem Moment ideal waren. Ich denke es sind sehr flexible und sehr kreative Menschen, die aus Vielem Gutes machen können, sodass man sich dort wohl fühlt. Ich denke Freiraum ist aus Vielem schaffbar, wenn die Plattform da ist.
Ihr würdet also einen festen Freiraum der über längere Zeit – sagen wir über drei, vier oder fünf Jahre besteht – vorziehen. Statt in diesem kurzfristigen, nomadischen Wechseln, von Zwischenraum zu Zwischenraum?Ihr möchtet eher etwas stabiles als Kulturzentrum?
Chris: Sicher ja…weil es wachsen muss.
Alex: Das find’ ich eben auch. Das Wichtige daran ist ja, dass etwas daraus wächst, und ich finde, was es sicher braucht bei einem Kulturzentrum, ist Platz und Zeit. Was auch noch dazu kommt, ist die Erreichbarkeit. Dies ist im Zentrum am besten. Man ist dort, wo die Leute sind. Es soll ja ein Haus sein von Leuten für Leute. Und dies gehört dorthin, wo die Leute sind. Also in die Stadt.
Gut, dies ist mir ziemlich klar. Wäre dies dann ein Zentrum ohne Geld, oder wie sollte dies dann gehen? Müsste man dies dann erwerben oder würde es einem dann geschenkt oder würde die Stadt euch dieses Haus geben? Wie sollte das dann betrieblich funktionieren?
Alex: Ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass die Stadt uns ein Haus schenkt, ist relativ gering…
Chris: Was aber eigentlich ihre Pflicht wäre… Wir sind Teil dieser Stadt. Sie müssen damit umgehen, dass Leute in dieser Stadt wohnen, die nichts von Profit halten, aber auch hier leben. Die haben auch ein Recht darauf, ihr Leben auszuleben.
Aber was heisst das? Müsste die Stadt dann auch den Betrieb finanzieren?
Chris: Den Raum bieten – sprich: ihn eben kaufen oder mieten. Hinzu kommt die Akzeptanz bzw. Toleranz von Seiten der Regierung. Diese finde ich enorm wichtig. Daran scheiterten in letzter Zeit auch die meisten Projekte. Auch diese Räume sind nicht ganz frei von Geld. Da kann man mit Konzerten und Veranstaltungen immer wieder Geld rein holen. Es sollte das Ziel sein, den Betrieb selbsttragend aber nicht gewinnbringend zu organisieren.
Aber nicht, dass ihr ein jährliches Betriebsbudget bekommt? Erwartet ihr dies überhaupt oder wollt ihr einfach den Raum und fertig?
Chris: Ich denke ein solches Budget wäre natürlich cool. Aber wenn wir realistisch sind, wird man so an diverse Auflagen gebunden. In diesen Freiräumen sieht man, dass man auch ohne Geld weit kommt. Es ist schlussendlich die Forderung nach Platz bzw. einem Raum und weniger nach finanzieller Unterstützung.
Alex: Eine weitere Möglichkeit, die man hier ansprechen kann, sind die Zwischennutzungen, die ja im Moment auch sehr „trendy“ sind und viel diskutiert werden. Bei Zwischennutzungen muss der Nutzer nur diejenigen Kosten übernehmen, die durch die Nutzung entstehen, also Wasser, Strom usw. Dafür ist die Nutzung aber für einen bestimmten Zeitraum befristet.
Ok. Noch kurz zurück zur Frigorex, die ja die ideale Liegenschaft wäre. Da sie ja so bunt zusammengesetzt ist, mit verschiedenen Räumen, veränderbar und nicht ein so fixer Steinbau ist. Da ist ja vorgesehen, dass der Bau ja abgerissen wird. Dies wurde bereits vor Jahren abgemacht.
Würdet ihr das Frigorex auf unbestimmte Zeit beanspruchen, also nicht nur bis im März? Es würde euch also gegeben und von dieser Abmachung abgewichen.
Alex: Also eigentlich war das Ziel, das Gebäude so lange als möglich zu nutzen. Weil es Räume sind, die ungenutzt sind, die leer stehen und die abgerissen werden, obwohl es überhaupt keinen Sinn macht, sie ein halbes Jahr vor dem Rest abzureissen. Es hätte viel mehr Sinn gemacht, diese Räume noch zu nutzten. Während diesem halben Jahr hätte in diesen Räumen vieles passieren können…
Chris: Ich möchte mich dem anschliessen. Ich finde auch, dass diese Räumlichkeiten bis zum Schluss zwischengenutzt werden sollten. Das würde mehr Sinn ergeben, als den einen Teil abzureissen, um Kosten zu sparen. Hier wären wir wieder beim Thema von vorhin. Wenn es nur um Heizkosten geht, sind wir auch bereit eine Lösung zu suchen.
Schauen wir noch zwei drei Sachen aus der Stadtentwicklung an. Der Anspruch oder der Wunsch möglichst ins Stadtzentrum zu gehen wird ja von der Realpolitik insofern verhindert, dass da nur sogenannt rentable und wertschöpfungsintensive Betriebe und Unternehmen angesiedelt werden können. Was sagt ihr gegen diese Entwicklung. Erträgt es eurer Meinung nach in dieser Zone, die eigentlich sehr teuer ist, überhaupt noch Freiraum? Was ist eure Argumentation, warum es da sein soll?
Alex: Also Freiraum ertragen, finde ich klingt so, als wäre es eine Belastung, dass es in einer Stadt Freiräume gibt. Ich finde, der gehört einfach da hin. Jeder Mensch, der hier wohnt, hat ein Recht auf diese Stadt und hat ein Recht auf das städtische Leben und das muss einfach Platz haben.
Die Behörden sehen alles nur noch unter einem wirtschaftsorientierten Blickwinkel. Die Stadt wird als Standortfaktor gehandhabt und muss möglichst ausgeschöpft werden.
Aber die andere Argumentation ist aber, dass die Stadt ein Ort des Zusammenlebens ist und von Menschen, die hier wohnen. Menschen sind nicht als wirtschaftliche Ressourcen zu verstehen, sondern als Menschen, die hier sind und Bedürfnisse haben, und diese müssten im Zentrum der Überlegungen zur Stadtentwicklung stehen. Ich plädiere hier sehr gerne für eine soziale Stadt, in der das ihre Pflicht ist.
Chris: Ja, hier kommen wir zu einem grundsätzlichen Punkt. Ich glaube, es passt nicht in eine neoliberale, kapitalistische Logik, dass es einen Ort gibt, der frei ist von Konkurrenz. Ich glaube, es geht auch darum, auf diesem Ort zu beharren, und dazu gehört es, immer wieder zu kämpfen und sich nicht vertreiben zu lassen in die Agglo. Im Moment ist es leider so, dass alles, was nicht in dieser Logik funktioniert, wie Freiräume und Räume, die sich auf dem Markt nicht behaupten können, einfach Stück für Stück verdrängt werden.
Alex: Ich denke, eine Herausforderung ist es, Alternativen zu diesem wirtschaftlichen Druck zu schaffen. Doch bei Gesprächen mit Behördenmitgliedern mussten wir feststellen, dass die Stadt in erster Linie wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Bei uns ist der Fokus allerdings auf dem Sozialen und auf dem Kulturellen. Und dass man versucht, als Bewegung eine andere Sprache zu finden für das, was wertvoll ist und was nicht. Dass nicht nur das wertvoll ist, was viel Kapital bringt, sondern dass es auch andere Formen von wertvoll gibt. Kreativität zum Beispiel.
Chris: Das lustige ist ja, dass sich Luzern als grosse Kulturstadt sieht und sich brüstet mit seinen Festivals, mit dem KKL und glaubt, das könne man einfach los koppeln von einer alternativen und subversiven Art von Kultur, und das ist ziemlich blind. Viele Ideen, die später in die Upperclass-Kultur Eingang gefunden haben, entstanden an unreglementierten Orten. Luzern hat eine Kunsti, mit der sie sich brüsten, und gleichzeitig entziehen sie diesen Leuten Stück für Stück das Umfeld, an dem sie Inspiration suchen und holen können. Und sie müssen einsehen, dass das auch zu ihrer Stadt gehört.
Klar.
Alex: Auch beim KKL gibt es verschiedene Perspektiven. In vielen Köpfen von Luzern ist das wahrscheinlich ein Kulturort, der Kulturort Luzerns.
Der Luzern europaweit bekannt macht.
Alex: Genau. Der es repräsentiert.
Ja, es ist ein Imagefaktor.
Alex: Das KKL kann man einerseits als wirtschaftlichen, als „Business-Ort“ betrachten. Die guten und teuren Konzerte bringen viele vermögende Menschen nach Luzern und füllen die Hotels und Restaurants. Und dann kann man es aus einer anderen Perspektive anschauen und zwar aus der Perspektive der Kultur, oder der Stadtbevölkerung. Dann muss man die soziale Brille wieder anziehen. So mag es durchaus ein Teil der Luzerner Kultur sein, aber es ist bei weitem nicht alles.
Jetzt dazu, wie du sagtest, wie du dir eine Stadt vorstellst. Eine soziale Stadt, die für alle Leute da ist und nicht nur die Wirtschaftsbrille trägt. Trotzdem muss man sagen, dass die Wirtschaft – oder das Geldverdienen und -machen – auch eine Grundlage ist, womit man Kultur und soziale Absicherung/soziale Projekte möglich macht. Oder seht ihr das anders? Es muss ja doch ein wirtschaftlicher Motor in dieser Stadt sein, der es ermöglicht, dass man Geld generiert, damit man Infrastrukturen bauen, Renten bezahlen kann… Man kann ja nicht einfach nur Kultur machen und soziale Gruppen zufrieden stellen. Sag ich jetzt mal provokativ. Es muss ja auch Geld da sein. Oder seht ihr das anders? Also eure Stadtgesellschaft braucht das nicht?
Chris: Da sind wir bei der Realismusdiskussion. Und die hat verschiedene Sparten. Zum einen: EIN Ort der nicht Profit bringt, das tut der Stadt und dieser Wirtschaft nicht weh. Zum anderen ist es doch genau legitim, zu versuchen mit der klassischen Idee des Kapitalismus zu brechen (“Geld verdienen, wirtschaftlicher Motor, etc…”). Wenn wir das nicht einmal bei – vorerst – einem lausigen Gebäude hinkriegen, sind wir genau in eben dieser Realo-Polito-Diskussion gefangen. Und die versucht bloss mit der Wirtschaft einen Kompromiss auszuhandeln. Doch in dem Moment geht es nicht um Kompromisse. Wir brauchen einen Ort, an dem über alternative Gesellschaftsmodelle diskutiert und Träume geschmiedet werden können, nicht erst nach 700 Diskussionen mit den sogenannt “RealpolitikerInnen”, in 50 Jahren…sondern jetzt! Wir brauchen diese Plattform, um an einer Realität ohne wirtschaftlichen Kompromiss arbeiten zu können!
Alex: Ich finde da muss man auch die Relationen sehen. Ein Bruchteil der Subventionen für das KKL würde reichen, um ein super tolles Kulturzentrum zu finanzieren. Aber es geht auch nicht nur um ein Kulturzentrum, sondern beispielsweise auch um günstigen Wohnraum. Immer mehr Menschen, die hier leben, können die stets steigenden Mieten nicht mehr bezahlen und werden aus der Stadt gedrängt. Aber die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf und so bestimmt einzig der Markt, wer hier leben darf.
Mich würde wunder nehmen, wie es in anderen Städten oder in anderen Ländern aussieht: Gibt es da eine Freiraumkultur, die in etwa das erfüllt, was ihr euch in Luzern auch vorstellt? Gibt es da Beispiele?
Chris: Ja, bleiben wir im selben Land. In Bern existiert die Reitschule schon seit 20 Jahren. Das ist ein Ort, der extrem wichtig ist für viele Menschen und für die Stadt, wenn wir so wollen. Die Reitschule erfüllt ziemlich genau das, was – glaube ich – auch die Forderungen sind von vielen von uns. In Zürich gibt es die Binz, wo das auch möglich ist. In Zürich haben sie die Tradition, dass das mit den Zwischennutzungen ziemlich gut funktioniert. Sie haben x besetzte Liegenschaften, bis diese wieder gebraucht werden, und das ist kein Problem.
Alex: Ja, ein grosses Vorbild ist für mich Hamburg mit dem Gängeviertel und der Flora, wo die ganze „Recht auf Stadt“ Bewegung sehr gross und erfolgreich ist und sehr viel mit einschliessen kann. Ich möchte es nicht nur auf einen Ort lokalisieren, sondern mehr auf die Bewegung. Die schafft es, Kulturschaffende, Mieterinnen- und Mieterverbände, autonome Gruppierungen zusammen zu schliessen, den gemeinsamen Nenner zu finden und gemeinsam etwas zu erkämpfen und selbstbewusst hin zu stehen und zu sagen: „Da – unsere Stadt. Die brauchen wir jetzt, so wie wir sie wollen. Es ist nicht die Stadt von einer Regierung, sondern es ist die Stadt von den Leuten, die da wohnen“. Das machen sie in Hamburg sehr gut und das würde ich mir in Luzern natürlich auch wünschen.
Das bringt mich jetzt noch zu einem anderen Punkt. Will man denn mit diesen Behörden lange verhandeln und betteln (und go tue..:D) oder müsste man nicht die Lust auf die Stadt für alle einfach machen? Was habt ihr für Mittel? Setzt ihr auch auf den „Dienstweg“, auf mit den Amtsstellen sprechen, vorsprechen, euch hinhalten lassen oder setzt ihr auf andere Mittel?
Alex: Wie ich eben mit Hamburg angesprochen habe: Die Stadt gehört den Menschen, die hier leben. Eigentlich ist es doch so: die Stadtregierung sind eigentlich Vertreter und Vertreterinnen der Menschen, die hier wohnen, und die sollten sich auch interessieren und dafür einstehen.
Ist das in Luzern der Fall?
Alex: Nein, das ist in Luzern nicht der Fall. Zumindest in unserem Fall nicht. Wir fühlen uns nicht wirklich vertreten durch die Stadtregierung.
Wie stellt ihr das fest?
Alex: Wir stellen fest, dass überhaupt nicht auf unsere Anliegen eingegangen wird. Wir haben auch immer wieder versucht zu verhandeln. Wir haben auch immer wieder Gespräche geführt. Wir waren am Kulturrapport, führten Gespräche mit Herrn Bieder und so weiter und so fort. Das ist anstrengend und hat bis jetzt zu nichts geführt. Wir sind auf die lange Bank geschoben und vertröstet worden. Vielfach wurde auch gesagt: „Ja, wir können uns vorstellen was ihr wollt, aber das ist jetzt halt einfach nicht möglich.“ Was schlicht nicht stimmt. Die Stadt ist nicht so voll, dass es keinen Flecken mehr gibt, den man für einen Freiraum nutzen könnte. Ich finde immer mehr, dass man viel mehr auf Eigeninitiative setzen muss und sich gar nicht beeindrucken lassen soll, was die Stadt sagt. Es ist einfach unser Recht auf Stadt. Es ist unser Recht, hier zu sein und Platz zu haben, und dann kann man sich den Platz auch nehmen, sich aneignen und brauchen, so wie man ihn eben braucht. Ich glaube, dass ist sinnvoller oder ökonomisch gesagt: effizienter.
Chris: Es ist sicher nicht falsch, mit der Stadt in Kontakt zu stehen. Wir sind in einer Situation, in welcher wir keine Möglichkeit ausser Acht lassen können. Aber gleichzeitig dürfen wir uns durch Verhandlungen nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen. Sobald die Stadt mit uns gesprochen hat, ist für sie die Arbeit getan. Bis jetzt hatten die Gespräche noch nie ein konkretes Ergebnis. Dadurch geht auf unserer Seite die Motivation und die Energie für diesen Weg verloren. Wenn sich dann aber eine Möglichkeit abzeichnet, muss man diese eben auch ergreifen, ohne auf die Hilfe der Stadt zu hoffen.
Also so Hausbesetzungen, Liegenschaftsbesetzungen, das ist für euch in dem Fall ein gängiges Repertoire, um euren Anspruch zu markieren?
Alex: Für mich ist es eine Methode zur Nutzbarmachung eines Raumes. Wir sprechen hier über Räume, die leer stehen. Es ist nicht so, dass wir einen Raum klauen. Es ist nicht so, dass wir jemandem etwas wegnehmen. Wir machen Ungenutztes nutzbar. Was abgeschlossen ist, wird zugänglich gemacht.
Aber es gehört ja jemandem, der Raum oder das Haus.
Chris: Es gehört zwar jemandem, aber diese Person hat je nachdem im Moment keinen Nutzen dafür oder lässt das Gebäude absichtlich leer stehen und zerfallen, um es dann abzureissen und an gleicher Stelle etwas Lukrativeres zu bauen. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die einen Ort brauchen. Aber ihnen fehlt das Geld, um ihren Anspruch auf einen Ort durchzusetzen. Das ist die Absurdität der heutigen Gesellschaft.
Stichwort Gentrifizierung Stadt Luzern, was gibt es da zu sagen?
Alex: Gentrifizierung ist ein Begriff, der in der letzten Zeit aufgekommen ist. Ich verstehe es hauptsächlich als ein Verdrängungsprozess durch Aufwertung. Stadtteile werden durch sogenannte „Kreativmilieus“ aufgewertet. Irgendwann wird eine solche Gegend dann hip. Man beginnt im grossen Stil zu investieren, es entstehen trendige Kaffees, super tolle Locations usw. Das hat zur Folge, dass die Leute, die eigentlich dort gewirkt haben und dort waren, nicht mehr dort sein können. Sei es, weil sie keine Lust mehr haben oder – wie meistens – weil sie es sich nicht mehr leisten können, da die Mieten gestiegen sind und der Kaffee nicht mehr für drei Franken sondern nur noch eine Latte Macchiato für sechs Franken zu haben ist. Das ist jetzt ein wenig stilisiert, ein bisschen übertrieben, aber das ist das Prinzip.
Ja, aber das ist ein Prozess, der in der ganzen westlichen Welt abläuft.
Alex: Ja genau.
Chris: Das fiese am Ganzen ist, das es nicht wirklich steuerbar ist. Es ist nicht so, dass jemand in der Stadtregierung sagt, jetzt gentrifizieren wir dieses Quartier. Es ist etwas, das schleichend kommt. Die Baselstrasse ist ein gutes Beispiel, wo Menschen mit Migrationshintergrund gewohnt haben, weil es halt ein einigermassen billiger Wohnraum war. Jetzt kommen immer mehr Studis, weil es billig und dort so schön multikulti ist. Wenn sie aber dann ihr Studium fertig haben, können sie gerne auch ein bisschen mehr für die Miete bezahlen als eine migrantische Familie. Mit der Zeit wird es dort immer teurer, weil eben mehr Geld da ist. Die Studis bringen auch ein Lädeli oder eine Geschäftsidee mit und so weiter und so fort. Es ist eine Sache von zehn Jahren, bis man das faktisch merkt. Es ist sehr schleichend und sehr schwierig, dem aus dem Weg zu gehen.
Aber letztlich kann man sagen, die Baselstrasse hat mit dem Babel-Quartier-Entwicklungskonzept zu tun und das ist von den Hochschulen lanciert und mitgetragen worden. Also eigentlich die Leute, die den Überblick haben sollten, was es auslösen könnte. Also böse gesagt, haben das SoziologiestudentInnen angerichtet, sag ich jetzt mal. Man hat das Quartier entwickelt und dann fängt man an zu reden, macht Projekte und das Quartier wird aufgewertet. Es ist ja eigentlich gut gemeint, aber ist es gleichzeitig Teil des Prozesses, der macht, dass nicht mehr alle dort leben können?
Alex: Ja richtig. Das Problem sehe ich auch. Vor allem denke ich, dass man sich dessen bewusst sein sollte und deshalb auch seine eigene Rolle in dem Prozess immer wieder hinterfragen muss. Die “Creative Class” ist ja ein Teil unserer Bewegung. Das sind auch Leute, denen wir mehr Platz geben wollen. Die Idee mit der Zwischennutzung fügt sich jedoch auch gut in den Gentrifizierungsprozess ein. Räume werden nutzbar gemacht und stehen nicht mehr brach, bis sie wieder wirtschaftlich genutzt werden. (das heisst, kein Zerfall, Belebung des Quartiers, was wiederum Menschen mit Geld anlockt…)
Dann ist es natürlich schwierig abzugrenzen, wo mach ich jetzt das, was ich will, wo unterstütze ich die Kultur, die ich will: Die alternative Kultur, kreative Ideen, Lädeli, welche selbst designte Sachen anbieten… und ab wo unterstützt man den Prozess der Gentrifizierung. Das ist ein fliessender Übergang und ich finde es schwierig, die eigene Rolle darin zu finden, weil man mit dem, was man macht, eigentlich etwas unterstützt, das man nicht will.
Das hat etwas. Mich erinnert es an die Diskussion, über diejenigen, die auf Reisen gehen, die Globetrotter, welche die unberührten Plätze suchen, welche dann eigentlich eins zu eins schon den Grundstein mit legen, dass dort sechs Jahre später ein Fünfsternehotel steht. Um es mal auf den Punkt zu bringen.
Chris: Das ist genau dasselbe.
Alex: Du setzt einen Prozess in Gang, den du eigentlich bekämpfst.
Ja, wo am Anfang eine kreative Motivation stand, ist bald wirtschaftliches Interesse. Die Idee wird ausgebeutet und es entsteht ein Raum, der so gar nicht deinem Bild entspricht, wie es sein sollte?
Alex: Das ist auch ein Problem in Luzern. In der Tribschenstadt ist es schon ziemlich fortgeschritten, ziemlich krass mit dem aufgestellten Quartier, welches auf einen Schlag entstanden ist.
Also in Luzern ist die Gentrifizierung auch in vollem Gang und verdrängt andere kleine Nutzungen und Lebensweisen. Und wieder die alte Frage, ich meine, Luzern wird grösser gedacht. Man kann ja sagen Kriens, Littau, die sind drei Kilometer vom Stadtzentrum weg, das ist eigentlich nichts. Vielleicht müsste man dort die Pflöcke einschlagen?
Alex: Im Verhältnis zu anderen Städten, wie Zürich, ist das wirklich sehr kleinräumig. In Luzern ist es so, dass sobald man etwas verdrängen, auslagern kann, muss man Luzern grösser denken – Da muss man denken, ah ja, in Emmenbrücke, da hat es noch Platz. Aber wenn es um Sachen geht, die dem sauber-geordneten Tourismusimage entsprechen – also Geld bringen kann -, dann wird Luzern sehr klein gedacht, dann ist das genau das Seebecken.
Zum Beispiel Salle Modulable? Die muss dann schon dort stehen.
Alex: Genau, dann geht es um Zentrumsnähe und dann ist das Zentrum sehr eng. So ist das manchmal schwierig…
Es wird mit zwei verschiedenen Ellen gemessen?
Chris: Ja. Es gibt die „guten“ Projekte – kontrollierbar und Profit bringend, und die „schlechten“ – nicht Profit bringend und nicht ganz klar, was genau gemacht wird.
Alex: Es stimmt schon, man ist schnell in Emmenbrücke. Und in Emmenbrücke hat es wirklich zum Teil Liegenschaften, zum Beispiel die Viskose, die ein schöner Ort ist, aber man wird so auch schnell abgespiesen.
Natürlich ist es deprimierend, wenn gedacht wird, man würde quasi abgeschoben. Aber man könnte ja auch die wenigen Chancen nutzen, die einem gegeben werden. Wenn sich jetzt in Kriens oder Littau etwas ergeben würde, könnte man doch versuchen, da die Bewegung wachsen zu lassen. Wäre das nicht fast wertvoller, als auf stur zu machen?
Alex: Das ist ja das, was ich sagen wollte mit dem, es sei mir lieber, dass mal etwas entsteht, man irgendwo anfangen kann und es entwickeln lassen, anstatt immer nur kurze Projekte, “des Kampfes halber” sozusagen, durchzustieren. Vielleicht wäre es eben doch sinnvoll, in diesem Punkt nachzugeben, wenn auch ungern, dafür etwas zu haben, wo wirklich etwas entstehen und man etwas daraus machen kann.
Chris: Am Rand oder gar ausserhalb der Stadt läuft der Prozess des „Entstehenlassens“ viel langsamer ab. Bis die Leute das Projekt kennen und sie dann wirklich Lust haben vorbeizukommen und mitzuwirken. „Wachsen lassen“ heisst ja nichts anderes, als Menschen miteinzubeziehen, die (noch) nicht von Kopf bis Fuss von einer alternativen Lebenseinstellung überzeugt sind. Das heisst, nicht unbedingt gewillt sind, auf einen Schlag ihr altes Leben (Arbeitszeiten, Stammkneipen…) aufzugeben, nur um dreimal in der Woche nach Obernau ins autonome Kulturzentrum Luzern, zu fahren. Klar reden wir von kleinen Strecken. Aber ein solches Projekt lebt davon, dass man sich spontan entscheiden kann, nach der Arbeit, vor dem Ausgang…, noch schnell vorbei zu gucken, schnell am Wandbild weiter malen, kurz an einer Diskussion teilnehmen, die einen interessiert. Auch Menschen aus anderen Orten sollten einfach vorbeikommen können… Bis diese Mentalität ins Laufen kommt, braucht es in der Peripherie so viel Zeit, dass mir – und anderen geht es vermutlich ähnlich – schlicht die Puste fehlt.
Die Solidaritätswellen, die oft spürbar sind, wenn jeweils in der Innenstadt ein Ort belebt wird, geben Kraft zum Weitermachen. Ich bin deshalb vom Zentrum überzeugt und werde nicht aufgeben!










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