Wie viele Stunden am Tag verbringst Du vor einem Fernsehschirm? Einem Bildschirm? Einer Windschutzscheibe? Vor allen zusammen? Von was wirst Du abgeschirmt? Wie viele Dinge im Alltag kommen nur imitiert durch einen Bildschirm bei Dir an? Ist es genauso aufregend Dingen zuzusehen als sie zu erleben …?
Wer oder was kontrolliert Deine Stunden und Minuten? Die Minuten und Stunden Deines Lebens? Sparst Du Zeit? Für was? Kannst Du einen wunderschönen Tag wertschätzen, an dem die Vögel singen und die Leute einfach nur durch die Gegend schlendern? …
Wie viel weißt Du über das, was Du isst, und wo es herkommt? Wie sehr vertraust Du diesem Essen? Was wird uns entzogen durch arbeitssparende Maschinen? Durch gedankensparende Maschinen? Wie beeinflusst Dich der Drang nach Effizienz? Dass mehr Wert auf das Produkt als auf den Prozess gelegt wird, mehr Wert auf die Zukunft als auf die Gegenwart? …
Wie fühlst Du Dich, an einen Ort gebunden zu sein und bereits verplant zu sein? … Wie viel Bewegungsfreiheit hast Du? Die Freiheit, Dich durch den Raum zu bewegen, so weit weg wie Du willst und in neue und unentdeckte Bereiche einzudringen? … Sind Freude und Lust gefährlich? …
Hast Du jemals das Verlangen, den Himmel zu sehen? (Kannst Du noch Sterne an ihm sehen?) Hast du jemals das Verlangen, Blätter zu sehen, Tiere oder einfach nur Wasser? Wie es glitzert, schimmert und sich bewegt? … Oder sind Fernsehen und Videofilme Dein Glitzern, Schimmern und Deine Bewegungen? … Wäre Dein Leben ein Film, würdest Du ihn Dir ansehen? … Brauchst Du manchmal die Einsamkeit, die Stille, das Nachdenken? Erinnerst Du Dich daran, wie es ist, für sich selbst zu denken, anstatt nur stimuliert zu werden, um zu reagieren? …
# 22 März 2010 at 13:19
zick said:
wir brauchen kultur und räume dafür, basta!
keine bittere und biedere kulturpolitik in der stadt luzern!
# 29 März 2010 at 12:44
zwirbelursus said:
bläää, danke zick und zwerg
der berg hat sich beweg
t
ak
Weil Ordnung und Langeweile uns schon viel zu fest im Würgegriff hat und weil ja jemand die hiesigen durchgedrehten Kulturmanager mit ihren feuchten Träumen einer “internationalen Kulturmetropole” vor der eigenen Tür auf den Boden der Realität beziehungsweise zu einer Politik der lokalen und bevölkerungsnahen Bedürfnissen zurück holen muss.
Also auf jetzt. Die Zukunft kann nicht die Ihre sein!
# 9 April 2010 at 16:17
Werner Buwonski said:
Fnord ist wichtig für ein breites Kulturangebot aber vorallem für die Zukunft unserer Kinder.
# 14 April 2010 at 12:40
pumpel said:
Weil einem seine Kreise nur gestört werden können, wenn man in deren Mittelpunkt steht.
# 14 April 2010 at 22:38
schmonas said:
Weil ich auch vor 16 Uhr nicht einkaufen, sondern demonstrieren will!
Die Luzerner Kehrrichtverbrennungsanlage hat ihren Geist längst aufgegeben. Polymer-Rückstände von japanischen Wegwerfkameras haben sie in den Ruin getrieben. Man konzentriert sich nun auf chinesische Touristen. Die dürfen keine Kameras tragen. Stalder junior, designierter Nachfolger seines Vaters -- dem Chef der Städtischen Propagandamaschinerie -, ist ein leidenschaftlicher Chinakenner. Demonstrationen gibt es nur noch an der Fasnacht. Die Menschen sind träge geworden. Luzern zu einer Satellitenstadt -- einem territorialen Sperrgebiet für pauschalbesteuerte Steuerhinterzieher verkommen. Mit diesen dubiosen Geldern wurde auch die Salle Modulable gebaut. Jugend und Alternativkultur wurden beide vertrieben. Nach Amsterdam. New York. Buchrain. Die Stadt wird als Enklave für Seniorenheime vermarktet. Zur Musik des chinesischen Pianisten Lang Lang im KKL schlummern sie friedlich dahin. Lang Langs zehn filigrane Fingerchen vollbringen das, was selbst die suizidalen Plastiksäcke der Dignitas nie geschafft haben: Tod durch sanftmütige Dekadenz. In den Parks begegnet man keinen Leuten mehr. Wenn man die Augen schliesst, so könnte man die Stadt mit Nordkorea verwechseln. Alles scheint arrangiert. Künstlich. Nachgebaut. Wie eine dieser unzählbaren chinesischen Imitationen. Jemand zieht die Strippen im Hintergrund, irgendein Beamter mit royalen Ansprüchen. Kim Jong-il ist es nicht. Auch Lang Langs russische Tschaikowskyklänge sind es nicht, denn er wird bloss missbraucht -- als Mittel zum Zweck.
Yannick Hagmann
# 18 April 2010 at 21:57
Hanspeter said:
Weil die Kultur von der Alternative geschaffen wird.
# 1 Mai 2010 at 12:52
Rahman Belouadah said:
Luzern im Jahre 20XX
Man soll seine Opfer gebührend würdigen, so kommt man nicht in Verruf. Also folgten wir den Konjunkturpolitikern noch ein paar Schritte bis auf den Friedhof, um eine Handvoll Dreck auf den Holzdeckel zu werfen, was uns kulant genug vorkam, schliesslich hatte der prüde Sack uns auch mit Erde beschmissen, damals, als wir noch surrende Fliegen waren. Bei Gott, wie viel Scheisse mussten wir kotzen, bis uns die Öffentlichkeit überhaupt wahrnahm, bis eine Plattform endlich unsere verdammte Wortwahl anerkannte, bis wir eigenhändig den Platz räumten und Befehle erliessen, -- ich schwöre: es sind Jahrzehnte verstrichen. Wir haben Jahre lang auf Kredit gelitten und dann war es wie eine Erlösung. Dass ein Auswurf wie dieser nun erscheint, wurde einzig durch die Zitronenpressmethode möglich, welche wir anwendeten und die in der Folge zum unredlichen Tod des Stadtpräsidenten führte. Für etwas müssen Ellenbogen doch nützlich sein, ist das denn so undenkbar? Am Altstadtfest hatten wir ihn in die engste Gasse gedrängt. Dieser kollektive Würgreflex war einfach Selbsterhaltungstrieb. Bei der Beerdigung machte der Tote einen willfährigen Eindruck, -- eine abdankende Ära. Nun sind wir, DIE LUZERNER KULTUROFFENSIVE, sein rechtmässiger Usurpator.
Lieber Rahman Belouadah. Geliebtes und geschmähtes Emigrantenkind der ersten Stunde und zweiten Generation. Ich sage dir, man muss wahrlich viele Tode gestorben sein, um endlich geliebt zu werden. Und im Tod möchten sie alle geliebt werden. Diese Stadtväter. Denn sie sind, wie alle Menschen. Aus reinem Trotz füttern auch wir unsere Kulturbeauftragte Rosie Bitterli Mucha jeden zweiten Tag mit Tomaten, damit sie nicht mehr so viele Cordon Bleus isst. Auch die Stadtväter wollen der Nachwelt ein gedeihendes Erbe hinterlassen. Also sanieren sie die Dächer ihrer Bauten, kämpfen ihren Kampf gegen die Regentropfen. Mit handfestem Zement. Beton war schon immer ein probates Mittel zum Zweck. Ein ideales Werkzeug, um Leichen im See verschwinden zu lassen. Aber Wasser wird selbst die härtesten Mauern in einen porösen Zustand versetzen. Das Biotop der Subkultur ist schwach, doch unnachgiebig.
# 12 Juni 2010 at 11:48
Rahman Belouadah said:
Könnte es sein, dass du Biologe oder Landwirt bist, und daher diesen engen Bezug zu Kultur hast, was ja ursprünglich soviel wie “Bewirtschaftung” bedeutete? Dann könnte ich deine Hilfe gut gebrauchen. Als Araber möchte ich nicht auch noch Klischees zementieren wie die Bauherren diese heilige Stadt. Lieber Granatäpfel kultivieren oder gemeinen Löwenzahn. Aber weil du mir sympathisch bist, lieber Yannick, weihe ich dich ein: Ich will herausfinden, wie man aus der Saublume biologischen Treibstoff gewinnt, damit mein geplantes Langstreckenminarett auch korankonform sein wird. Höre meinen Plan: Am Seenachtsfest saust eine Rakete, von hinter dem Halbmond hervorpreschend, als Krönung der Knall- und Sprühfunkenshow, in den nouvellschen High-Society-Unterstand und lässt millionenfach Kupfermünzen auf die funktionalen Damen und Herren prasseln, die Schutz suchend ins dunkle Wasser springen, um nicht in falschem Geldsegen zu ertrinken. Schon wieder Leichen im See. Oder: Die SIP wird nicht einverstanden sein: “Chömed bitte da use, da döf mer ned schwemme! Sösch holed mer d’Polizei, ond de gets e Wägwiisig!”
Da kann ich dir auch nicht helfen, die klassischen Naturwissenschaften waren mir nie sonderlich sympathisch. Zu viel Determinismus, zu viel Fundamentalismus.
In einer Stadt, zwischen dem Fuss des Berges und dem After des Sees, lebt ein Kind, einsam wie ein Stein am Strassenrand. Ein Stein liegt selten allein am Strassenrand, da gibt es andere Steine, die auch herumliegen. Viele Steine am selben Strassenrand. Jeder für sich allein. Wie Einzelkinder im selben Quartier.
Damit Steine nebeneinander, aneinander, aufeinander, haufenweise übereinander zu liegen kommen, -- deshalb finde ich die Kulturoffensive wichtig!
Weil… ja… weil… Eile mit Weile spielen mehr Spass macht als Monopoly.
Weil die Biodiversität in der heutigen Agrarpolitik nicht vorhanden ist.
Eifach… es ischt mega kuul(:
Weil es so in Luzern nicht mehr weiter gehen kann!
Elei kunsch halt ned so wit…(0:Vernetze/könnelerne/Idee/ Ned nur rede sondern au mache dass find ich supper.
Weil hier die Gentrifikation schon seit langem in Gang ist!!! Die Kulturoffensive gibt uns die Möglichkeit gemeinsam dagegen an zu kämpfen.
Weil ich trotz!!!dem elitären Kulturfilz.
Und natürlich, weil ich Optimist bin!!!
Weil ich lieber in einem heimeligen Fachwerkhaus, als in einer schicken Wohnung lebe!!!
Wie viele Stunden am Tag verbringst Du vor einem Fernsehschirm? Einem Bildschirm? Einer Windschutzscheibe? Vor allen zusammen? Von was wirst Du abgeschirmt? Wie viele Dinge im Alltag kommen nur imitiert durch einen Bildschirm bei Dir an? Ist es genauso aufregend Dingen zuzusehen als sie zu erleben …?
Wer oder was kontrolliert Deine Stunden und Minuten? Die Minuten und Stunden Deines Lebens? Sparst Du Zeit? Für was? Kannst Du einen wunderschönen Tag wertschätzen, an dem die Vögel singen und die Leute einfach nur durch die Gegend schlendern? …
Wie viel weißt Du über das, was Du isst, und wo es herkommt? Wie sehr vertraust Du diesem Essen? Was wird uns entzogen durch arbeitssparende Maschinen? Durch gedankensparende Maschinen? Wie beeinflusst Dich der Drang nach Effizienz? Dass mehr Wert auf das Produkt als auf den Prozess gelegt wird, mehr Wert auf die Zukunft als auf die Gegenwart? …
Wie fühlst Du Dich, an einen Ort gebunden zu sein und bereits verplant zu sein? … Wie viel Bewegungsfreiheit hast Du? Die Freiheit, Dich durch den Raum zu bewegen, so weit weg wie Du willst und in neue und unentdeckte Bereiche einzudringen? … Sind Freude und Lust gefährlich? …
Hast Du jemals das Verlangen, den Himmel zu sehen? (Kannst Du noch Sterne an ihm sehen?) Hast du jemals das Verlangen, Blätter zu sehen, Tiere oder einfach nur Wasser? Wie es glitzert, schimmert und sich bewegt? … Oder sind Fernsehen und Videofilme Dein Glitzern, Schimmern und Deine Bewegungen? … Wäre Dein Leben ein Film, würdest Du ihn Dir ansehen? … Brauchst Du manchmal die Einsamkeit, die Stille, das Nachdenken? Erinnerst Du Dich daran, wie es ist, für sich selbst zu denken, anstatt nur stimuliert zu werden, um zu reagieren? …
wir brauchen kultur und räume dafür, basta!
keine bittere und biedere kulturpolitik in der stadt luzern!
bläää, danke zick und zwerg
der berg hat sich beweg
t
ak
Weil Ordnung und Langeweile uns schon viel zu fest im Würgegriff hat und weil ja jemand die hiesigen durchgedrehten Kulturmanager mit ihren feuchten Träumen einer “internationalen Kulturmetropole” vor der eigenen Tür auf den Boden der Realität beziehungsweise zu einer Politik der lokalen und bevölkerungsnahen Bedürfnissen zurück holen muss.
Also auf jetzt. Die Zukunft kann nicht die Ihre sein!
Fnord ist wichtig für ein breites Kulturangebot aber vorallem für die Zukunft unserer Kinder.
Weil einem seine Kreise nur gestört werden können, wenn man in deren Mittelpunkt steht.
Weil ich auch vor 16 Uhr nicht einkaufen, sondern demonstrieren will!
Weil laut-sein spass macht!
Hey Ho Lets Go
Luzern im Jahre 2049
Die Luzerner Kehrrichtverbrennungsanlage hat ihren Geist längst aufgegeben. Polymer-Rückstände von japanischen Wegwerfkameras haben sie in den Ruin getrieben. Man konzentriert sich nun auf chinesische Touristen. Die dürfen keine Kameras tragen. Stalder junior, designierter Nachfolger seines Vaters -- dem Chef der Städtischen Propagandamaschinerie -, ist ein leidenschaftlicher Chinakenner. Demonstrationen gibt es nur noch an der Fasnacht. Die Menschen sind träge geworden. Luzern zu einer Satellitenstadt -- einem territorialen Sperrgebiet für pauschalbesteuerte Steuerhinterzieher verkommen. Mit diesen dubiosen Geldern wurde auch die Salle Modulable gebaut. Jugend und Alternativkultur wurden beide vertrieben. Nach Amsterdam. New York. Buchrain. Die Stadt wird als Enklave für Seniorenheime vermarktet. Zur Musik des chinesischen Pianisten Lang Lang im KKL schlummern sie friedlich dahin. Lang Langs zehn filigrane Fingerchen vollbringen das, was selbst die suizidalen Plastiksäcke der Dignitas nie geschafft haben: Tod durch sanftmütige Dekadenz. In den Parks begegnet man keinen Leuten mehr. Wenn man die Augen schliesst, so könnte man die Stadt mit Nordkorea verwechseln. Alles scheint arrangiert. Künstlich. Nachgebaut. Wie eine dieser unzählbaren chinesischen Imitationen. Jemand zieht die Strippen im Hintergrund, irgendein Beamter mit royalen Ansprüchen. Kim Jong-il ist es nicht. Auch Lang Langs russische Tschaikowskyklänge sind es nicht, denn er wird bloss missbraucht -- als Mittel zum Zweck.
Yannick Hagmann
Weil die Kultur von der Alternative geschaffen wird.
Luzern im Jahre 20XX
Man soll seine Opfer gebührend würdigen, so kommt man nicht in Verruf. Also folgten wir den Konjunkturpolitikern noch ein paar Schritte bis auf den Friedhof, um eine Handvoll Dreck auf den Holzdeckel zu werfen, was uns kulant genug vorkam, schliesslich hatte der prüde Sack uns auch mit Erde beschmissen, damals, als wir noch surrende Fliegen waren. Bei Gott, wie viel Scheisse mussten wir kotzen, bis uns die Öffentlichkeit überhaupt wahrnahm, bis eine Plattform endlich unsere verdammte Wortwahl anerkannte, bis wir eigenhändig den Platz räumten und Befehle erliessen, -- ich schwöre: es sind Jahrzehnte verstrichen. Wir haben Jahre lang auf Kredit gelitten und dann war es wie eine Erlösung. Dass ein Auswurf wie dieser nun erscheint, wurde einzig durch die Zitronenpressmethode möglich, welche wir anwendeten und die in der Folge zum unredlichen Tod des Stadtpräsidenten führte. Für etwas müssen Ellenbogen doch nützlich sein, ist das denn so undenkbar? Am Altstadtfest hatten wir ihn in die engste Gasse gedrängt. Dieser kollektive Würgreflex war einfach Selbsterhaltungstrieb. Bei der Beerdigung machte der Tote einen willfährigen Eindruck, -- eine abdankende Ära. Nun sind wir, DIE LUZERNER KULTUROFFENSIVE, sein rechtmässiger Usurpator.
Lieber Rahman Belouadah. Geliebtes und geschmähtes Emigrantenkind der ersten Stunde und zweiten Generation. Ich sage dir, man muss wahrlich viele Tode gestorben sein, um endlich geliebt zu werden. Und im Tod möchten sie alle geliebt werden. Diese Stadtväter. Denn sie sind, wie alle Menschen. Aus reinem Trotz füttern auch wir unsere Kulturbeauftragte Rosie Bitterli Mucha jeden zweiten Tag mit Tomaten, damit sie nicht mehr so viele Cordon Bleus isst. Auch die Stadtväter wollen der Nachwelt ein gedeihendes Erbe hinterlassen. Also sanieren sie die Dächer ihrer Bauten, kämpfen ihren Kampf gegen die Regentropfen. Mit handfestem Zement. Beton war schon immer ein probates Mittel zum Zweck. Ein ideales Werkzeug, um Leichen im See verschwinden zu lassen. Aber Wasser wird selbst die härtesten Mauern in einen porösen Zustand versetzen. Das Biotop der Subkultur ist schwach, doch unnachgiebig.
Könnte es sein, dass du Biologe oder Landwirt bist, und daher diesen engen Bezug zu Kultur hast, was ja ursprünglich soviel wie “Bewirtschaftung” bedeutete? Dann könnte ich deine Hilfe gut gebrauchen. Als Araber möchte ich nicht auch noch Klischees zementieren wie die Bauherren diese heilige Stadt. Lieber Granatäpfel kultivieren oder gemeinen Löwenzahn. Aber weil du mir sympathisch bist, lieber Yannick, weihe ich dich ein: Ich will herausfinden, wie man aus der Saublume biologischen Treibstoff gewinnt, damit mein geplantes Langstreckenminarett auch korankonform sein wird. Höre meinen Plan: Am Seenachtsfest saust eine Rakete, von hinter dem Halbmond hervorpreschend, als Krönung der Knall- und Sprühfunkenshow, in den nouvellschen High-Society-Unterstand und lässt millionenfach Kupfermünzen auf die funktionalen Damen und Herren prasseln, die Schutz suchend ins dunkle Wasser springen, um nicht in falschem Geldsegen zu ertrinken. Schon wieder Leichen im See. Oder: Die SIP wird nicht einverstanden sein: “Chömed bitte da use, da döf mer ned schwemme! Sösch holed mer d’Polizei, ond de gets e Wägwiisig!”
Da kann ich dir auch nicht helfen, die klassischen Naturwissenschaften waren mir nie sonderlich sympathisch. Zu viel Determinismus, zu viel Fundamentalismus.
Okay Rahman, eine tote Anekdote: Die überflüssigen SIPser wurden uns doch tatsächlich von linker Flanke eingebrockt.
In einer Stadt, zwischen dem Fuss des Berges und dem After des Sees, lebt ein Kind, einsam wie ein Stein am Strassenrand. Ein Stein liegt selten allein am Strassenrand, da gibt es andere Steine, die auch herumliegen. Viele Steine am selben Strassenrand. Jeder für sich allein. Wie Einzelkinder im selben Quartier.
Damit Steine nebeneinander, aneinander, aufeinander, haufenweise übereinander zu liegen kommen, -- deshalb finde ich die Kulturoffensive wichtig!
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